Wasser ist mehr...
Jede Thermal- oder Heilquelle ist in ihrer Zusammensetzung ein Original. Deshalb kann auch jedes Heilbad eine Spezialisierung vorweisen. Je nach Zusammensetzung des Wassers werden seine heilenden Kräfte auf unterschiedliche Weise eingesetzt
Thermalwasser:
Thermalwasser zeichnet sich durch eine hohe Temperatur bereits an der Quelle aus: Mindestens 20 Grad Celsius muss es warm sein, damit es sich überhaupt Thermalwasser nennen darf. In den meisten Fällen wird es vor der Nutzung im Becken aber noch auf eine angenehme Badetemperatur von 35 bis 38 Grad Celsius erwärmt.
Sole:
Auf seinem Weg durch unzählige Gesteinsschichten können sich in dem Wasser auch Salze aus dem Urmeer auflösen. Dabei entsteht eine salzhaltige Sole, die heiltherapeutisch eingesetzt wird. Nur Wässer mit mindestens 5,5 g Natrium- und 8,5 g Chloridionen pro Liter dürfen sich als Sole bezeichnen. Solebäder mobilisieren die körpereigenen Abwehrkräfte und stärken das Immunsystem. Durch die große Auftriebskraft werden Unterwasserbehandlungen begünstigt und außerdem Gelenke und Muskeln entspannt. Auch bei Hauterkrankungen wie Schuppenflechte wirkt hoch konzentrierte Sole heilend.
Schwefel- und radonhaltige Wässer:
Auch schwefel- und radonhaltige Wässer werden seit einiger Zeit in der Heilmedizin angewandt. Schwefelbäder haben bei Hauterkrankungen und Rheuma eine therapeutische Funktion. Außerdem entspannen sich schon nach dem ersten Bad die Muskeln und die Durchblutung wird deutlich verbessert. Auf Schwefelbäder verzichten sollte man allerdings bei akuten Entzündungen, Herzinsuffizienz, Thrombosen und Tumorleiden.
Das radioaktive Edelgas Radon ist in geringen Dosen in manchen Quellen zu finden. Als Trinkkur oder Bad lindert Radonwasser Beschwerden bei rheumatischen Erkrankungen, Formen von Arthritis, Arthrose, Asthma und Bronchitis und hilft bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte.


