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Anwendungen

Bewegungsbad:

Das Bewegungsbad ist eine Übungsbehandlung im Wasser unter Ausnutzung der Wärmewirkung und des Auftriebs des warmen Wassers. Da das Körpergewicht im Wasser lediglich 1/7 des normalen Gewichts beträgt, eignet sich das Bewegungsbad für viele Einsatzmöglichkeiten, wie zum Beispiel nach Frakturen, Operationen der Wirbelsäule, des Schultergelenks und ähnlichen Problemstellungen.

Kneippkuren:

Kneippkuren gehören zu den wohl bekanntesten Wasseranwendungen. Vor einigen Jahrhunderten machte Sebastian Kneipp das Wassertreten salonfähig, indem er heraus fand, dass das Gehen in eiskaltem Wasser die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und dadurch das Immunsystem gestärkt wird. Die Kneipp-Medizin macht sich vor allem die Wirkung von warmem und kaltem Wasser auf den Körper zu nutze. Der kalte Temperaturreiz beim Wassertreten oder Armkneippen und das anschließende Aufwärmen durch Bewegung regen den Stoffwechsel an und führen zu einer verbesserten Durchblutung. Ein Wechselfußbad in warmem (36 bis 38 Grad Celsius) und kaltem (ca. 15 Grad Celsius) Wasser lindert Kopfschmerzen und hilft bei Kreislauf- und Durchblutungsstörungen.

Trinkkuren:

Bei Trinkkuren wird das Heilwasser in Mengen zwischen 100 und 1.500 ml verabreicht. Mangelerscheinungen werden beispielsweise mit magnesium-, jod- oder calciumhaltigem Wasser bekämpft. Trinkkuren mit hydrogencarbonathaltigem Wasser wirken lindernd bei einer Reizung der Magenschleimhaut. Auch Radonwasser wird häufig als Trinkkur verabreicht und vor allem bei der Therapierung von Schilddrüsenfehlfunktionen eingesetzt.

Inhaltationen:

Als feiner Nebel oder Dampf wirken Heilwässer auch lokal auf die Schleimhäute. Durch das Inhalieren der feinen Tröpfchen werden die Selbstreinigungsmechanismen des Körpers angeregt, festsitzender Schleim in den Atemwegen wird gelöst und Entzündungen gelindert. Aerosole, also Tröpfchenpartikeln in der Luft, werden insbesondere bei Bronchitis und asthmatischen Erkrankungen eingesetzt. Dampfbäder haben eine ähnliche Wirkung, allerdings entsteht der Nebel bzw. Dampf hier durch Erhitzen des Heilwassers und nicht durch eine Verneblungsmaschine.